Geschichte der Pfarre Oppenberg

Am Talende oberhalb des tief eingeschnittenen Gullingbaches ist der Kirchweiler Oppenberg, 1010 m hoch in den Rottenmanner Tauern gelegen. 1230 hieß Oppenberg noch Noppenberg, was soviel bedeuten könnte wie Berg des Noppo (Kurzform von Notbert?). Die Bedeutung des Ortes im Spätmittelalter ist auf den Bergbau zurückzuführen. Kupfer, Gold, Silber, Nickel, Blei, Kobalt und Arsenik wurden abgebaut.

Im Jahre 1453 erlaubte Kaiser Friedrich III. den Goldabbau zu Oppenberg. 1463 erlangte das Augustiner Chorherrenstift Rottenmann von Kaiser Friedrich III. das Bergregal für alle Bergfunde dieser Gegend. 1490 besuchte der spätere Kaiser Maximilian I. das Oppenberger Bergwerk und lobte seine Ergiebigkeit an Silber.

Im 19. Jahrhundert blühte auch die Köhlerei. Ein Großteil der gewonnenen Kohle wurde an das Hammerwerk Klamm geliefert.

Abseits des heutigen Ortskern, am Rande einer bäuerlichen Streusiedlung, befindet sich die urkundlich 1403 erstmals erwähnte Pfarrkirche Mariä Geburt.

Ursprünglich (wohl schon seit dem 13. Jahrhundert) Filiale der Mutterpfarre Irdning, entwickelte sich dann im Laufe des 15. Jahrhunderts ein eigenes Vikariat, das seit 1505 unter dem Patronat des Augustiner Chorherrenstiftes Rottenmann stand; erst 1705 erfolgte die Loslösung.

Im Visitationsbericht von 1528 wird erstmals von einem eigenen Pfarrer gesprochen. Ob es sich bei der Kirche um eine Eigenkirche handelte, ist nicht feststellbar.

Seit 1826 besitzt Oppenberg auch eine Schule.

1983/84 erfolgte eine gründliche Innenrenovierung der Pfarrkirche und Neugestaltung des Altarraumes.

Seit 1985 werden von Mai bis Oktober die Wallfahrten jeweils am 13. des Monats durchgeführt.

(Entnommen aus dem Kirchenführer der Pfarre Oppenberg.)

1966 wurde mit der Pfarre Lassing ein Pfarrverband gegründet, der 1995 durch die Pfarre Selzthal erweitert wurde.

Mit September 2008 erfolgte eine Umstrukturierung. Seither bilden die Pfarren Rottenmann, Selzthal und Oppenberg einen Pfarrverband.